Beginn der Route 66

Keine andere Straße ist so bekannt wie die in den USA gelegene Route 66. Als sie noch durchgängig befahrbar und unter Route 66 bekannt war, war sie 2.451 Meilen lang. Umgerechnet sind das etwa 3.945 Kilometer. Der US Highway 66 verband den Osten der USA mit der Westküste und führte durch acht Bundesstaaten.

Der Anfang

Die ersten Wege in den Westen der USA waren um 1912 nicht mehr als schmalen Wege, die bereits die Siedler damals mit ihren Planwagen befahren hatten. Viele Teile dieser alten Strecken, wie die auch als Ocean-to-Ocean Highway bekannte National Old Trail Road, verliefen dort entlang, wo später auch Teile der Route 66 entlangführen sollten.

Nach Ende des Ersten Weltkriegs wuchs der Autoverkehr zunehmend und der Wunsch nach einer durchgehenden Verbindung zwischen Ost und West wurde ebenfalls größer. Immerhin trennten Wüsten und die Rocky Mountains beide Teile der USA voneinander.

Schließlich begann man 1926 damit, den US Highway 66 auszubauen, teilweise auch, indem man bereits bestehende Straßen miteinander verband.

Als Planer der Route 66 gilt ein gewisser Cyrus Stevens Avory, der aus Tulsa, Oklahoma stammte. Tulsa liegt ebenfalls an der Route 66. Bei der Gründung waren nur 800 Meilen des Highways asphaltiert, erst zwölf Jahre später, im Jahre 1938, wurde auch der Rest der Strecke fertiggestellt.

Interessanterweise war die Zahl 66 eine der wenigen, die keiner der Bundesstaaten, durch die der Highway führt, bereits für andere Straßen verwendet hatte.

1933 fuhr der Motorradfahrer Erwin G. Baker, der die USA bereits 1915 in nur elf Tagen von der Ostküste bis zu Westküste durchquerte, die Strecke von New York nach Los Angeles über die Route 66 in sagenhaften 53 Stunden. Dabei waren Teile der Straße zu diesem Zeitpunkt noch nicht asphaltiert und der Highway führte zudem durch mehrere Ortschaften.

Baker war auch als Cannonball bekannt, da er über 100 Rekord- und Werbefahrten absolviert hatte.