 |  |  |
Routine - wenn man es so nennen will - macht sich breit. Lutz schafft es, langsam aber sicher, beim allmorgendlichen Start das Verstauen der Habseligkeiten in einer Zeit hinzubekommen, die in der Nähe der 'Aufrödelzeit' seiner Mitfahrer liegt.
| |
Der heutige Abschnitt ist von einer gewissen Armut an Höhepunkten geprägt. Aber wer lechzt schon nach Höhepunkten auf einer Tour, die sich selbst Höhepunkt genug ist. Wir fahren, besser: wir treiben voran.
| |  Devil's Elbow |
Ein Wasserturm, ein Güterzug, das kleine Tal, welches die Strecke zu einem Schlenker mit Namen Devil's Elbow über eine verrostete Brücke zwingt (kurze andächtige Pause), ein längst ausgemusterter Dampfzug am Straßenrand und unzählige kleine Orte - sicherlich austauschbar - ziehen an uns vorbei. Langeweile kommt nicht auf.
| |
Aus unserer Ruhe werden wir einen kleinen Moment gerissen, als in einem KFC in dem wir zum Lunch ein paar Hähnchenteile einwerfen, die Tür aufgerissen wird und ein Afro-Amerikaner in Uniform durch das ganze Lokal brüllt:
| |
'Who is the guy from Darmstadt? Who is the guy from Darmstadt?'
| |
Jacky gibt sich verschüchtert zu erkennen und wir lernen dadurch einen ehemalig in Deutschland (genauer: Darmstadt) stationierten Soldaten kennen, der seine Zeit in 'Germany' genossen hat und uns dies- deep in the heart of Missouri - unbedingt erzählen muß.
| | 
|
(Moped-)Schilder machen Freunde!
| |
Das Dinner nehmen wir in einer Red Lobster Filiale und lernen zum wiederholten Male, daß nettes Verhalten in Amerika in keinem Verhältnis zum Einkommen steht. Die sicherlich unterbezahlte Bedienung ist super nett!
| |
Die Strecke fordert ihren Tribut: auch an diesem Abend - wie schon an den vorangegangenen - fallen wir schnell in einen tiefen, erholsamen Schlaf.
| |
| Der nächste Tag, die nächsten Meilen warten schon auf uns. | | |